Taktik

Kickboxen, Boxen, Kinder-Kickboxen

Kampfsportschule Zug

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Taktik im Boxen und Kickboxen

Taktik gegen Distanzkämpfer


• Verkürze die Distanz konsequent und dränge den Gegner in die Ringecke oder an die Seile.
• Setze den Gegner mit kontrollierter Führungs- und Schlaghand unter Druck und zwinge ihn in die Halbdistanz.
• Bleibe ständig in Bewegung (aktive Verteidigung) und schränke die Bewegungsfreiheit des Gegners durch gezielte Beinarbeit und Raumkontrolle ein.

Gegen einen Distanzkämpfer zu kämpfen gehört zu den anspruchsvolleren Aufgaben im Boxen und Kickboxen, weil er den Kampf dort halten will, wo er stark ist:
• lange Gerade,
• Timing,
• Reichweite,
• Punktesammeln,
• und Kontrolle über den Rhythmus.
Der wichtigste Grundsatz lautet:
Nicht auf seiner Distanz kämpfen.
Wenn du versuchst, einen guten Distanzkämpfer aus der langen Distanz „auszuboxen“, spielst du meist genau sein Spiel.

🥊 Grundstrategie gegen Distanzkämpfer
1) Druck machen — aber intelligent
Viele machen den Fehler:
➡️ einfach gerade nach vorne laufen.
Das endet oft in:
Jab kassieren,
Frontkick kassieren,
Konter laufen.
Besser:
Druck mit Winkelarbeit,
Schritt für Schritt Raum nehmen,
ihn an die Seile oder Ecke bringen.
Ziel:
👉 seinen Rückwärtsraum verkleinern.

🦶2) Kopfbewegung + Rhythmuswechsel
Distanzkämpfer lieben:
berechenbare Bewegungen,
konstantes Timing.
Darum:
Levelwechsel,
Rhythmus brechen,
mal explosiv,
mal langsam,
Finten einsetzen.
Beim Entry:
nie mit „langem Kopf“ gerade reinlaufen.

👊 3) Den Jab neutralisieren
Der Jab ist meist seine wichtigste Waffe.
Möglichkeiten:
Jab parieren,
Outside-Step,
Slip + gleichzeitig reingehen,
Lowkick auf den Stand,
Gegenjab über den Jab.
Im Kickboxen zusätzlich:
harte Lowkicks auf das vordere Bein,
Inside-Lowkicks,
Bodykicks beim Rückwärtsgehen.

🔥 4) Körperarbeit
Viele Distanzkämpfer mögen keinen Nahdruck.
Deshalb:
Bodyshots,
Leberhaken,
harte Kicks auf Arme und Beine,
Clinch-Arbeit (wenn Regelwerk erlaubt).
Ziel:
👉 Mobilität und Explosivität reduzieren.

🧠 5) Nicht jedem Treffer hinterherrennen
Distanzkämpfer gewinnen oft mental durch:
Frustration,
Ungeduld des Gegners.
Deshalb:
ruhig bleiben,
Treffer akzeptieren,
Struktur behalten.
Wer emotional jagt,
läuft meist in Konter.

🥋 Spezifisch im Kickboxen
Sehr wichtig gegen Distanzkämpfer:
Lowkicks,
Timing auf den Exit,
Kick abfangen,
Druck auf den hinteren Fuss.
Viele Distanzkämpfer bewegen sich stark linear:

➡️ dort wirken:
Diagonalsteps,
Cut-offs,
harte Lowkicks extrem gut.

⚔️ Typische Fehler gegen Distanzkämpfer

Fehler Folgen
Gerade hinterherlaufen Jab/Konter fressen
Zu früh schlagen ins Leere arbeiten
Immer gleich angreifen gelesen werden
Zu weit draussen bleiben Punktverlust
rustriert werden Fehler erzwingen



📌 Sehr effektive Mentalität
Gegen Distanzkämpfer denkt man oft:
„Ich muss ihn treffen.“
Besser ist:
„Ich muss ihm Raum, Zeit und Ruhe nehmen.“
Das verändert den ganzen Kampf.

🥊 Klassische Kampftypen, die Distanzkämpfer oft Probleme machen
guter Pressure Fighter (Druckkämpfer),
Inside Fighter (Nahdistanzkämpfer),
starke Bodyworker,
aggressive Counterfighter (Konterkämpfer),
Leute mit gutem Ring-Cutting (Weg abschneiden).

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🥊 Taktik gegen Nahdistanzkämpfer

Taktik gegen einen grossen Kickboxer oder Boxer

Die Details unterscheiden sich aber zwischen Boxen und Kickboxen.

Taktik gegen grosse Kickboxer

Gegen einen grossen Boxer:

Ein grosser Boxer hat oft:

Was meistens funktioniert:

1. Nicht außen „mitboxen“

Wenn du auf seiner Lieblingsdistanz bleibst, trifft er dich mit Jab und Cross, bevor du selbst dran bist.

Du willst:

2. Kopf bewegen beim Reingehen

Nicht gerade hineinlaufen.

Nutze:

Zum Beispiel:

3. Körperarbeit

Große Boxer mögen Distanz und aufrechte Haltung.

Treffer auf:

nehmen oft ihre Beine und ihren Jab weg.

4. Winkel nach Kombinationen

Nicht:

Sondern:

5. Druck ohne blind zu stürmen

Konstanter Vorwärtsdruck ist gut.
blindes Reinrennen ist schlecht.

Du willst ihn:

Sondern:

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Taktik gegen einen grossen Kickboxer:

Die Details bei einem grossen Kickboxer

Das ist schwieriger, weil er zusätzlich zur längeren Reichweite, einem starken Jab und einer gute Geraden im rückwärts schreiten, weitere Angrifftechniken anwenden kann, um die Distanz zu kontrollieren:

Hier ist Distanzmanagement noch wichtiger.

Wichtige Prinzipien

1. Nie lange am Ende seiner Kickdistanz bleiben

Dort frisst man:

Entweder:

2. Kicks abwehren oder stören

Große Kickboxer arbeiten oft rhythmisch.

Möglichkeiten:

3. Boxen gegen Kicker

Viele große Kickboxer boxen schwächer als sie kicken.

Wenn du sauber in die Boxdistanz kommst:

können sehr effektiv sein.

4. Winkel nach außen

Nach Angriffen nicht mittig bleiben.

Sonst kommen:

5. Das vordere Bein bearbeiten

Lowkicks auf:

können Beweglichkeit und Distanzkontrolle zerstören.

Typische Fehler gegen große Gegner

Boxen
Kickboxen

können Beweglichkeit und Distanzkontrolle zerstören.

Mental wichtig

Gegen größere Kämpfer gewinnt oft nicht der Schnellste oder Härteste, sondern derjenige mit:

Große Gegner wirken am Anfang dominant, weil ihre Reichweite sichtbar ist. Wenn man aber ihre Distanz bricht und sie unter Druck setzt, verlieren viele ihren Komfort.

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Taktik gegen einen kleinen Kickboxer oder Boxer


(Boxen für Fortgeschrittene paraphrasiert)

Taktik gegen einen kleinen Kickboxer

Im Allgemeinen hängt die Taktik nicht nur von der Körpergröße ab, sondern auch von Reichweite, Geschwindigkeit, Stil und Erfahrung. Trotzdem gibt es einige typische Prinzipien.

Ein kleinerer Kämpfer hat oft Vorteile bei:

Gegen einen kleineren Kickboxer gelten viele der gleichen Prinzipien wie im Boxen, allerdings kommen Kicks, Knie und je nach Regelwerk der Clinch hinzu. Kleinere Kickboxer versuchen häufig, die Distanz zu überwinden und ihre Schnelligkeit sowie ihre Kombinationen auf kurzer bis mittlerer Distanz auszuspielen.

Distanz konsequent kontrollieren. Typische Strategie:

Seitlich bewegen statt gerade zurückgehen<

Frontkicks und lange Waffen einsetzen

Gegner beim Eintreten abfangen

Nicht auf seine Distanz kämpfen

Clinch nutzen (je nach Regelwerk)

Typische Fehler gegen kleinere Kickboxer

Kurzfassung

Der Schlüssel gegen einen kleineren Kickboxer ist meist, die Distanz zu kontrollieren und ihm nicht zu erlauben, den Kampf auf seiner bevorzugten Entfernung zu führen.

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Taktik gegen einen kleinen Boxer


(Boxen für Fortgeschrittene paraphrasiert)

Im Allgemeinen hängt die Taktik nicht nur von der Körpergröße ab, sondern auch von Reichweite, Geschwindigkeit, Stil und Erfahrung. Trotzdem gibt es einige typische Prinzipien.

Gegen einen kleineren Boxer besteht die Herausforderung oft darin, seine Schnelligkeit, Beweglichkeit und seine Fähigkeit zum Infight zu kontrollieren. Wenn du größer bist und über mehr Reichweite verfügst, können folgende Grundsätze hilfreich sein: Distanz kontrollieren

Ein kleinerer Kämpfer hat oft Vorteile bei:

Distanz kontrollieren

Beweglich bleiben

Angriffe des Gegners unterbinden

Druck aufrechterhalten

Nahdistanz vermeiden

Typische Fehler gegen kleinere Boxer

Kurz gesagt: Ein größerer Boxer versucht meist, den Kampf auf seiner Reichweite zu halten, während der kleinere Boxer häufig die Distanz überwinden möchte. Wer seine bevorzugte Distanz besser kontrolliert, hat oft einen entscheidenden Vorteil.

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Taktik gegen einen Gegner, der permanent die Führhand-Gerade einsetzt

(Boxen für Fortgeschrittene paraphrasiert)

.

Wenn ein Gegner im Boxen oder Kickboxen ständig die Führhandgerade (Jab) einsetzt, verfolgt er meist das Ziel, Distanz zu kontrollieren, deinen Rhythmus zu stören und Angriffe vorzubereiten. Eine wirksame Antwort besteht darin, ihm diese Kontrolle zu nehmen.

Grundprinzipien:

.

Im Boxen


1. Jab ausweichen und kontern

.


2. Unter dem Jab arbeiten


3. Den Jab parieren

. ¨


4. Den Körper angreifen

.

Im Kickboxen

Zusätzlich zu den Boxtechniken stehen weitere Optionen zur Verfügung:

1. Low Kicks gegen die Führseite

.


2. Kicks auf den Körper

.


3. Teeps (Frontkicks) einsetzen

.


4. Kombinationen mit Winkeln

.

Häufige Fehler

.

Zusammenfassung

Gegen einen Gegner mit ständigem Jab sind drei Dinge besonders wichtig:

Der Schlüssel liegt darin, dem Gegner die Kontrolle über Distanz und Rhythmus zu nehmen, die er durch seine permanente Führhandgerade aufbauen möchte.

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Taktik gegen einen Rechtsausleger im Boxen und Kickboxen

Taktik im Boxen gegen Rechtsausleger

Taktik im Kickboxen gegen Rechtsausleger

(Boxen für Fortgeschrittene paraphrasiert)

.

Rechtsausleger (Southpaw)

Grundlagen: Was ist ein Rechtsausleger (Southpaw)?

Linksausleger / Orthodoxe Stellung

Wie man sich korrekt gegen einen Rechtsausleger verhält

Aus Sicht eines **Linksauslegers (orthodoxe Stellung)** gegen einen **Rechtsausleger (Southpaw)** gilt grundsätzlich:

Das ist extrem wichtig, weil:

Wenn der Linksausleger dagegen nach rechts läuft:

Die korrekte taktische Idee lautet also:

Wenn ein Linksausleger (orthodoxe Stellung: linker Fuß vorne, rechte Schlaghand hinten) gegen einen Rechtsausleger (Southpaw: rechter Fuß vorne, linke Schlaghand hinten) kämpft, entsteht eine sogenannte offene Auslage. Diese Kampfsituation unterscheidet sich deutlich von Kämpfen gegen Gegner derselben Auslage und erfordert eine angepasste Taktik.

Entscheidend sind:

Die stärkste Waffe des Rechtsauslergers ist meistens:

Darum musst du:

1. Die richtige Positionierung der Fussstelung gegen Rechtsausleger

Führfuß außen positionieren
Einer der wichtigsten Punkte gegen Rechtsausleger: Dein vorderer Fuß sollte möglichst außerhalb seines Vorderfußes stehen.

Warum die Fußposition so wichtig ist:
Beiorthodox vs. Rechtsausleger kämpfen beide um die Außenseite der Führfüße. Der eigene linke Führfuss sollte möglichst ausserhalb seines rechten Führfusses des Rechtsauslegers positioniert werden.

Wenn du als Linksausleger aussen stehst, hast du dadurch:

Im Kickboxen verhindert diese Position zusätzlich:

Wer aussen steht, kontrolliert häufig die Kampflinie und hat bessere Möglichkeiten für Angriffe und Konter.

2. Die richtige Beinarbeit gegen Rechtsausleger

Die Beinarbeit ist der wichtigste Punkt.

Nach außen bewegen

Als Gegner eines Rechtsauslegers solltest du dich bevorzugt nach links um seine rechte Führhand bewegen (aus deiner Perspektive), also weg von seiner linken Schlaghand.

Warum?

Im Kickboxen verhindert diese Position zusätzlich:

Wer nach rechts läuft:

Deshalb sind gegen Rechtsausleger besonders wichtig:

Fehlerhaft wäre:

3. Taktik im Boxen gegen Rechtsausleger

A) Führhand aktiv einsetzen

Die Führhand ist extrem wichtig. Nutze sie:

Ein guter Jab gegen Rechtsausleger:

B) Die rechte Gerade

Die rechte Gerade durch die Mitte ist oft die wichtigste Waffe gegen Rechtsausleger.

Warum?

Weil die offenen Stellungen beider Kämpfer direkte Linien erzeugen.

wichtig:

C) Linker Haken nach der Geraden

Viele Rechtsausleger konzentrieren ihre Deckung nach einer Geraden auf die Mitte.

Dadurch öffnen sich:

Deshalb funktioniert die Kombination: rechte Gerade → linker Haken, besonders gut.

D) Körpertreffer

Viele Rechtsausleger decken den Kopf gut, öffnen aber beim Angriff den Körper.

Besonders wirksam:

Effektive Ziele:

Körpertreffer:

Defensive Prinzipien gegen Rechtsausleger

A) Die linke Gerade neutralisieren

Die linke Gerade des Rechtsauslegers ist seine gefährlichste Waffe.
Deshalb:

B) Nicht auf gerader Linie zurückgehen

Nur rückwärts zu laufen ist gefährlich.
Besser:

C) Nach Angriffen nicht stehen bleiben

Nach jeder Kombination sollte man:

D) Kontern statt blind angreifen

Rechtsausleger leben oft von:

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4. Taktik im Kickboxen gegen Rechtsausleger

Im Kickboxen kommen zusätzliche Gefahren hinzu:

Deshalb ist die Distanzkontrolle noch wichtiger.

A) Lowkicks gegen das Führbein

Das vordere Bein des Rechtsauslegers ist oft offen.

Effektiv:

Das verlangsamt:

B) Frontkicks, Sidekicks und Pushkicks

Frontkicks und Sidekicks mit dem linken Fuss sind ideal gegen aggressive Rechtsausleger.

Sie:

Ziele:

C) Kombinationen aus Boxen und Kicks

Nur boxen reicht im Kickboxen nicht.
Gute Kombinationen:

Wichtig:
Nie nach Kombinationen stehen bleiben.
Immer:

5. Defensive Prinzipien

Rechte Seite schützen
Die linke Gerade des Rechtsauslegers ist gefährlich.

Darum:

Besser:

Lass ihn nie bequem arbeiten.

Nutze:

6. Typische Fehler gegen Rechtsausleger

Fehler 1: In die starke Hand laufen

Wer nach rechts läuft, öffnet sich massiv.

Fehler 2: Zu statisch stehen

Stillstehen gegen Rechtsausleger ist gefährlich.

Fehler 3: Nur Kopfjagd

Körpertreffer sind oft der Schlüssel.

Fehler 4: Zu wilde Kombinationen

Das öffnet Kontermöglichkeiten.

7. Mentale und taktische Kontrolle

Gegen Rechtsausleger gewinnt oft der ruhigere Kämpfer.

Wichtig:

Nicht jeder Angriff muss hart sein.

Oft reicht:

Zusammenfassung

Die wichtigsten Prinzipien gegen Rechtsausleger:

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Taktik gegen einen Konterkickboxer und -boxer

(Boxen für Fortgeschrittene paraphrasiert)

Ein Konterboxer oder Konterkickboxer lebt davon, dass der Gegner unüberlegt angreift. Sein Ziel ist es, Fehler zu provozieren und diese mit präzisen Kontern auszunutzen. Deshalb besteht die beste Strategie nicht darin, blind Druck zu machen, sondern kontrollierten Druck mit guter Vorbereitung aufzubauen.

Zusammenfassung

Ein Konterkämpfer gewinnt vor allem durch Timing, Präzision und das Ausnutzen von Fehlern**. Um ihm diese Stärken zu nehmen, solltest du:

Ein erfahrener Konterkämpfer möchte, dass du emotional wirst und unüberlegt angreifst. Je ruhiger, variabler und taktisch disziplinierter du kämpfst, desto schwieriger wird es für ihn, seinen Stil erfolgreich umzusetzen.

Taktik Gegen einen Konterboxer (Boxen)

Gegen einen Konterkickboxer (Kickboxen)

Zusätzlich zu den Boxtechniken musst du Kicks und Knie berücksichtigen.

Grundprinzipien gegen jeden Konterkämpfer

Ein guter Merksatz lautet:

Ein Konterkämpfer gewinnt durch deine Fehler. Je weniger vorhersehbar und kontrollierter du kämpfst, desto weniger Gelegenheiten gibst du ihm zum Kontern.

Grundsatz

Der wichtigste Grundsatz ist, dass ein Konterkämpfer selten durch seine eigene Offensive gewinnt, sondern dadurch, dass er deine Angriffe liest, dein Timing erkennt und deine Fehler ausnutzt. Deshalb ist das Ziel nicht, möglichst viele Angriffe zu starten, sondern den Gegner aus seinem bevorzugten Kampfstil herauszuholen.

1. Verstehe, wie ein Konterkämpfer denkt

Ein Konterboxer oder Konterkickboxer beobachtet ständig:

Sobald er Muster erkennt, wartet er nur noch auf den passenden Moment zum Konter.

Deshalb gilt:

Je schwerer du zu lesen bist, desto schlechter funktioniert sein Stil.

2. Distanz kontrollieren

Die Distanz entscheidet oft darüber, wer den Kampf kontrolliert.

Zu weit entfernt

Der Konterkämpfer kann deine Angriffe früh erkennen.

Er sieht beispielsweise den Jab kommen und kann:

Zu nah:

Stehst du zu dicht, kann er kurze Konter schlagen oder im Kickboxen Knie einsetzen.

Die ideale Distanz:

Du bewegst dich ständig knapp außerhalb seiner Reichweite und trittst erst im richtigen Moment explosiv ein.

Dadurch muss der Gegner ständig neu reagieren.

3. Mit Finten arbeiten

Finten sind wahrscheinlich die wichtigste Waffe gegen Konterkämpfer.

Eine Finte zwingt den Gegner dazu, eine Entscheidung zu treffen.

Beispiele:

Wenn der Gegner reagiert,


Ein guter Konterkämpfer möchte den **echten Angriff** lesen.

Finten verhindern genau das.

4. Angriffswinkel verändern

Viele Anfänger greifen immer gerade an.

Ein Konterkämpfer liebt das.

Besser:

Lieber:

Dadurch verliert der Gegner seine ideale Linie.

5. Nicht einzelne Schläge schlagen

Einzelne Schläge sind leicht zu kontern.

Beispiel:

Jab.

Der Gegner kennt bereits den nächsten Moment.

Stattdessen:

Nun muss der Gegner mehrere Entscheidungen treffen.

Das erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass seine Reaktion zu spät kommt.

6. Rhythmus verändern

Viele Kämpfer boxen im gleichen Takt.

Zum Beispiel:

Ein Konterboxer merkt sich diesen Rhythmus.

Deshalb solltest du variieren.

Zum Beispiel:

Dadurch wird das Timing deutlich schwieriger.

7. Druck machen – aber intelligent

Viele glauben:

"Gegen Konterkämpfer muss ich einfach permanent Druck machen."

Das stimmt nur teilweise.

Schlechter Druck:

Das liebt der Konterboxer.

Guter Druck bedeutet:

Du musst ihn nicht permanent schlagen.

Du musst ihm das Gefühl geben, dass er keinen Raum mehr hat.

8. Nach jedem Angriff sofort bereit sein

Ein Konterkämpfer kontert meistens unmittelbar nach deiner Aktion.

Deshalb:

Nach jeder Kombination:

Viele Treffer entstehen genau deshalb, weil der Angreifer nach seiner eigenen Kombination "stehen bleibt".

9. Gegen einen Konterkickboxer

Im Kickboxen kommen weitere Waffen hinzu.

Deshalb gelten zusätzliche Regeln.

Kicks vorbereiten

Ein einzelner Lowkick wird häufig abgefangen oder gekontert.

Besser:

oder

Dadurch werden zuerst die Hände des Gegners beschäftigt.

Nach Kicks nie stehen bleiben

Nach Kicks nie stehen bleiben

Nach einem Roundhouse-Kick:

entweder

oder

oder

Viele Konterkickboxer warten genau auf den Moment, wenn dein Bein noch in der Luft ist.

Schienbeinblocks provozieren

Wenn der Gegner ständig Lowkicks checkt,

kannst du diese Reaktion nutzen.

Zum Beispiel:

Frontkick kontrollieren

Viele Konterkickboxer arbeiten mit Frontkicks.

Deshalb:

Nicht gerade hineinlaufen.

Lieber:

10. Den Gegner zum Angreifen zwingen

Das heisst, den Gegner ziehen. Das klingt zunächst ungewöhnlich.

Aber manchmal ist es besser, den Konterkämpfer selbst zum Angreifer zu machen.

Beispiele:

Der Gegner denkt: "Jetzt greife ich an."

Genau darauf kannst du vorbereitet sein.

Der Konterkämpfer wird plötzlich selbst zum Angreifer – und verlässt seine Komfortzone.

11. Typische Fehler gegen Konterkämpfer





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