Taktik im Boxen und Kickboxen
- Taktik gegen Distanzkämpfer
- Taktik gegen Nahdistanzkämpfer
- Taktik gegen grosse Boxer und Kickboxer
- Taktik gegen kleine Kickboxer
- Taktik gegen kleine Boxer
- Taktik gegen Gegner, der permanent den Jab einsetzt
- Taktik gegen einen Rechtsausleger
- Taktik gegen Konterkämpfer
Taktik gegen Distanzkämpfer
• Verkürze die Distanz konsequent und dränge den Gegner in die Ringecke oder an die Seile.
• Setze den Gegner mit kontrollierter Führungs- und Schlaghand unter Druck und zwinge ihn in die Halbdistanz.
• Bleibe ständig in Bewegung (aktive Verteidigung) und schränke die Bewegungsfreiheit des Gegners durch gezielte Beinarbeit und Raumkontrolle ein.
Gegen einen Distanzkämpfer zu kämpfen gehört zu den anspruchsvolleren Aufgaben im Boxen und Kickboxen, weil er den Kampf dort halten will, wo er stark ist:
• lange Gerade,
• Timing,
• Reichweite,
• Punktesammeln,
• und Kontrolle über den Rhythmus.
Der wichtigste Grundsatz lautet:
❗Nicht auf seiner Distanz kämpfen.
Wenn du versuchst, einen guten Distanzkämpfer aus der langen Distanz „auszuboxen“, spielst du meist genau sein Spiel.
🥊 Grundstrategie gegen Distanzkämpfer
1) Druck machen — aber intelligent
Viele machen den Fehler:
➡️ einfach gerade nach vorne laufen.
Das endet oft in:
Jab kassieren,
Frontkick kassieren,
Konter laufen.
Besser:
Druck mit Winkelarbeit,
Schritt für Schritt Raum nehmen,
ihn an die Seile oder Ecke bringen.
Ziel:
👉 seinen Rückwärtsraum verkleinern.
🦶2) Kopfbewegung + Rhythmuswechsel
Distanzkämpfer lieben:
berechenbare Bewegungen,
konstantes Timing.
Darum:
Levelwechsel,
Rhythmus brechen,
mal explosiv,
mal langsam,
Finten einsetzen.
Beim Entry:
nie mit „langem Kopf“ gerade reinlaufen.
👊 3) Den Jab neutralisieren
Der Jab ist meist seine wichtigste Waffe.
Möglichkeiten:
Jab parieren,
Outside-Step,
Slip + gleichzeitig reingehen,
Lowkick auf den Stand,
Gegenjab über den Jab.
Im Kickboxen zusätzlich:
harte Lowkicks auf das vordere Bein,
Inside-Lowkicks,
Bodykicks beim Rückwärtsgehen.
🔥 4) Körperarbeit
Viele Distanzkämpfer mögen keinen Nahdruck.
Deshalb:
Bodyshots,
Leberhaken,
harte Kicks auf Arme und Beine,
Clinch-Arbeit (wenn Regelwerk erlaubt).
Ziel:
👉 Mobilität und Explosivität reduzieren.
🧠 5) Nicht jedem Treffer hinterherrennen
Distanzkämpfer gewinnen oft mental durch:
Frustration,
Ungeduld des Gegners.
Deshalb:
ruhig bleiben,
Treffer akzeptieren,
Struktur behalten.
Wer emotional jagt,
läuft meist in Konter.
🥋 Spezifisch im Kickboxen
Sehr wichtig gegen Distanzkämpfer:
Lowkicks,
Timing auf den Exit,
Kick abfangen,
Druck auf den hinteren Fuss.
Viele Distanzkämpfer bewegen sich stark linear:
➡️ dort wirken:
Diagonalsteps,
Cut-offs,
harte Lowkicks extrem gut.
⚔️ Typische Fehler gegen Distanzkämpfer
| Fehler | Folgen |
|---|---|
| Gerade hinterherlaufen | Jab/Konter fressen |
| Zu früh schlagen | ins Leere arbeiten |
| Immer gleich angreifen | gelesen werden |
| Zu weit draussen bleiben | Punktverlust |
| rustriert werden | Fehler erzwingen |
📌 Sehr effektive Mentalität
Gegen Distanzkämpfer denkt man oft:
„Ich muss ihn treffen.“
Besser ist:
„Ich muss ihm Raum, Zeit und Ruhe nehmen.“
Das verändert den ganzen Kampf.
🥊 Klassische Kampftypen, die Distanzkämpfer oft Probleme machen
guter Pressure Fighter (Druckkämpfer),
Inside Fighter (Nahdistanzkämpfer),
starke Bodyworker,
aggressive Counterfighter (Konterkämpfer),
Leute mit gutem Ring-Cutting (Weg abschneiden).
🥊 Taktik gegen Nahdistanzkämpfer
- Halte den Kampf auf langer Distanz und unterbinde die Nah- und die Halbdistanz.
- Arbeite konstant mit einer variablen Führhand am Gegner.
- Schaffe immer wieder Distanz, um die Kontrolle zu behalten.
- Bestimme das Kampfgeschehen durch schnelle Konter und überraschende Angriffen.
1) Distanz kontrollieren, das ist der Schlüssel.
Du musst:
• ihn draussen halten,
• die Mitte kontrollieren,
• seine Entries stören.
Wichtig:
👉 Nicht gerade rückwärts laufen.
Denn dann:
• baut er Druck auf,
• schneidet den Ring ab,
• und kommt trotzdem rein.
Besser:
• Winkelarbeit,
• Pivot,
• seitlich raus,
• neu zentrieren.
👊 2) Der Jab ist Gold wert
Gegen Nahkämpfer ist ein guter Jab extrem wichtig.
Der Jab dient nicht nur zum Treffen:
• sondern zum Stoppen,
• Messen,
• Stören,
• Frustrieren.
Varianten:
• harter Stop-Jab,
• Doppeljab,
• Jab zur Brust,
• Jab beim Reingehen.
Im Kickboxen zusätzlich:
• Teep,
• Frontkick,
• Sidekick auf Hüfte/Bauch.
🦶 3) Beim Entry bestrafen
Nahkämpfer müssen eine Distanz überwinden.
Genau dort sind sie verletzbar.
Sehr effektiv:
• Jab → Cross,
• Uppercut beim Reinlaufen,
• Knie im Kickboxen,
• Check Hook,
• Lowkick beim Step-in.
Timing schlägt oft reine Härte.
🔥 4) Nicht an den Seilen stehen bleiben
Das lieben Pressure Fighter.
Dort:
• verlieren viele ihre Beinarbeit,
• werden statisch,
• und kassieren Serien.
Wenn du an die Seile kommst:
👉 sofort Winkel rausarbeiten.
🧠 5) Ruhe bewahren
Nahkämpfer gewinnen oft psychologisch.
Sie wollen:
• Hektik,
• Chaos,
• wilde Schlagwechsel.
Darum:
• nicht emotional werden,
• nicht „beweisen wollen“,
• sauber bleiben.
Viele verlieren gegen Druckkämpfer nicht technisch,
sondern mental.
🥋 Spezifisch im Kickboxen
Hier sind besonders wichtig:
• Teeps,
• Lowkicks auf den Step,
• Knie gegen Vorwärtsdruck,
• Clinchkontrolle (je nach Regelwerk).
Sehr wirksam:
👉 Lowkick auf das vordere Bein beim Reinkommen.
Das nimmt Druck und Mobilität.
⚔️ Typische Fehler gegen Nahkämpfer
Fehler und Folgen
Gerade rückwärts laufen --> an Seile gedrängt
Zu lange Kombinationen -->gekontert / überrannt
Wild mitschlagen -->Chaosspiel verloren
Stehen bleiben --> Druck frisst dich auf
Nur Kopf schlagen -->Nahkämpfer bleibt stabil
| Fehler | Folgen |
|---|---|
| Gerade rückwärts laufen | An die Seile gedrängt werden |
| Zu lange Kombinationen | Gekontert oder überrannt werden |
| Wild mitschlagen | Das Chaosspiel verlieren |
| Stehen bleiben | Der Druck des Gegners setzt sich durch |
| Nur den Kopf angreifen | Der Nahkämpfer bleibt stabil |
📌 Gute Mentalität --> gegen Nahkämpfer
Nicht denken:
„Ich muss härter sein.“
Besser:
„Ich muss ihn arbeiten lassen, bevor er rankommt.“
Das verändert:
• Timing,
• Distanz,
• Energieverbrauch.
🥊 Kampftypen, die Nahkämpfern oft Probleme machen
• gute Outboxer,
• mobile Counterfighter,
• starke Jabber,
• Leute mit gutem Timing,
• technisch saubere Kicker mit Teep-Spiel.
Gegen Distanzkämpfer Gegen Nahkämpfer
Raum nehmen Raum halten
Druck machen Druck brechen
Distanz verkürzen Distanz schaffen
Winkel rein Winkel raus
🧠 Vereinfacht gesagt
| Gegen Distanzkämpfer | Gegen Nahkämpfer |
|---|---|
| Raum nehmen | Raum halten |
| Druck machen | Druck brechen |
| Distanz verkürzen | Distanz schaffen |
| Winkel rein | Winkel raus |
Taktik gegen einen grossen Kickboxer oder Boxer
- Bewege dich variabel in beide Richtungen. D.h. baue Winkelwechsel ein.
- Versuche deinen Gegner anzulocken und die Distanz geschickt zu verkürzen.
- Sobald du nah genug an deinem Gegner bist, arbeite mit Seitwärts- und Aufwärtshaken zum Kopf und Körper.>/li>
-
Gegen deutlich größere Gegner geht es im Boxen und Kickboxen meist um drei Dinge:
- Distanz kontrollieren
- Winkel statt gerader Linien nutzen
- Nicht am Ende ihrer Reichweite stehen bleiben
Die Details unterscheiden sich aber zwischen Boxen und Kickboxen.
Gegen einen grossen Boxer:
Ein grosser Boxer hat oft:
- längere Reichweite
- starken Jab
- Kontrolle auf Distanz
- gute Gerade beim rückwärts schreiten
Was meistens funktioniert:
1. Nicht außen „mitboxen“
Wenn du auf seiner Lieblingsdistanz bleibst, trifft er dich mit Jab und Cross, bevor du selbst dran bist.
Du willst:
- entweder ganz draußen sein
- oder schnell ganz innen
- Nicht dazwischen hängen bleiben.
2. Kopf bewegen beim Reingehen
Nicht gerade hineinlaufen.
Nutze:
- Slips
- Pendeln
- kleine Winkel
- Doppelschritte
Zum Beispiel:
- außen am Jab vorbeigehen
- sofort Körper schlagen
- danach Kopf wieder weg
3. Körperarbeit
Große Boxer mögen Distanz und aufrechte Haltung.
Treffer auf:
- Rippen
- Leber
- Solarplexus
nehmen oft ihre Beine und ihren Jab weg.
4. Winkel nach Kombinationen
Nicht:
- 1–2 schlagen und stehen bleiben
Sondern:
- schlagen → seitlich raus
- besonders auf seine Führhandseite achten
5. Druck ohne blind zu stürmen
Konstanter Vorwärtsdruck ist gut.
blindes Reinrennen ist schlecht.
Du willst ihn:
- rückwärts arbeiten lassen
- zum Reagieren zwingen
- seine langen Schläge „ersticken“
Sondern:
- schlagen → seitlich raus
- besonders auf seine Führhandseite achten
Taktik gegen einen grossen Kickboxer:
Die Details bei einem grossen Kickboxer
Das ist schwieriger, weil er zusätzlich zur längeren Reichweite, einem starken Jab und einer gute Geraden im rückwärts schreiten, weitere Angrifftechniken anwenden kann, um die Distanz zu kontrollieren:
- Frontkicks
- Lowkicks
- Knie
- Teeps
Hier ist Distanzmanagement noch wichtiger.
Wichtige Prinzipien
1. Nie lange am Ende seiner Kickdistanz bleiben
Dort frisst man:
- Teeps
- Lowkicks
- lange Kicks
- Doppelschritte
Entweder:
- ganz raus
- oder explosiv rein
2. Kicks abwehren oder stören
Große Kickboxer arbeiten oft rhythmisch.
Möglichkeiten:
- Lowkick mit Schienbeinblock blocken
- Teep parieren
- beim Kicken Druck machen
- sein Standbein attackieren
3. Boxen gegen Kicker
Viele große Kickboxer boxen schwächer als sie kicken.
Wenn du sauber in die Boxdistanz kommst:
- Kombinationen
- Haken zum Körper
- Druck
- Clinch-Arbeit
können sehr effektiv sein.
4. Winkel nach außen
Nach Angriffen nicht mittig bleiben.
Sonst kommen:
- Knie
- Headkick
- lange Gerade
Seitlich rausgehen ist extrem wichtig.
5. Das vordere Bein bearbeiten
Lowkicks auf:
- Oberschenkel innen/außen
- Standbein
können Beweglichkeit und Distanzkontrolle zerstören.
Typische Fehler gegen große Gegner
Boxen
- Gerade reinlaufen
- Kopf statisch halten
- Zu weit außen boxen
- Nach Kombinationen stehen bleiben
Kickboxen
- In Kickdistanz „parken“
- Teeps akzeptieren
- Zu linear angreifen
- Nach Boxkombinationen nicht rausgehen
können Beweglichkeit und Distanzkontrolle zerstören.
Mental wichtig
Gegen größere Kämpfer gewinnt oft nicht der Schnellste oder Härteste, sondern derjenige mit:
- besserem Timing
- besserer Distanzkontrolle
- Geduld
Große Gegner wirken am Anfang dominant, weil ihre Reichweite sichtbar ist. Wenn man aber ihre Distanz bricht und sie unter Druck setzt, verlieren viele ihren Komfort.
Taktik gegen einen kleinen Kickboxer oder Boxer
- Weiche nicht geradlinig zurück, sondern bewege dich bevorzugt seitlich aus der Angriffslinie.
- Setze häufig gerade Schläge und Aufwärtshaken ein.
- Achte auf eine schnelle und aktive Beinarbeit.
- Gehe bei gegnerischen Angriffen gezielt einen Schritt zurück und nutze die entstandene Distanz für Konter.
- Kontrolliere konsequent die Distanz und vergrößere sie bei Bedarf durch einen Rückwärtsschritt.
- Halte den Gegner mit kontinuierlichen Führhand- und Schlaghandaktionen unter Druck.
- Nutze erfolgreiche Treffer, um unmittelbar mit weiteren Angriffsserien nachzusetzen.
- Verhindere das Eindringen des Gegners in die Nahdistanz, notfalls auch durch geschicktes Klammern.
(Boxen für Fortgeschrittene paraphrasiert)
Taktik gegen einen kleinen Kickboxer
Im Allgemeinen hängt die Taktik nicht nur von der Körpergröße ab, sondern auch von Reichweite, Geschwindigkeit, Stil und Erfahrung. Trotzdem gibt es einige typische Prinzipien.
Ein kleinerer Kämpfer hat oft Vorteile bei:
- Schnellen Vorwärtsbewegungen
- Körpertreffern
- Kämpfen auf kurze Distanz
- Explosiven Kombinationen
Gegen einen kleineren Kickboxer gelten viele der gleichen Prinzipien wie im Boxen, allerdings kommen Kicks, Knie und je nach Regelwerk der Clinch hinzu. Kleinere Kickboxer versuchen häufig, die Distanz zu überwinden und ihre Schnelligkeit sowie ihre Kombinationen auf kurzer bis mittlerer Distanz auszuspielen.
Distanz konsequent kontrollieren. Typische Strategie:
- .
- Distanz halten und den Reichweitenvorteil nutzen.
- Nutze deine Reichweite mit Jab, Frontkick (Teep) oder langen Geraden.
- Lasse ihn für jeden Schritt nach vorne bezahlen.
- Auf tiefe Kicks und Angriffe zum Körper vorbereitet sein.
- Nicht stehen bleiben, nachdem du geschlagen hast.
Seitlich bewegen statt gerade zurückgehen<
- Weiche bevorzugt seitlich aus und arbeite mit Winkeln.
- Vermeide es, dich in die Seile oder die Ecke drängen zu lassen.
- Aktive Beinarbeit erschwert dem Gegner das Herankommen.
Frontkicks und lange Waffen einsetzen
- Teeps zum Körper eignen sich hervorragend, um Vorwärtsdruck zu stoppen.
- Lowkicks können die Angriffe des Gegners verlangsamen.
- Nutze deine Reichweite bei den Kicks konsequent aus.
Gegner beim Eintreten abfangen
- Kontere seine Vorwärtsbewegung mit Geraden, Knien oder Teeps.
- Ein kleinerer Gegner ist oft in der Phase des Distanzüberbrückens am verwundbarsten.
- Nach erfolgreichen Treffern direkt nachsetzen.
Nicht auf seine Distanz kämpfen
- Viele kleinere Kämpfer sind besonders gefährlich im Infight oder auf mittlerer Distanz.
- Vermeide unnötige Schlagabtausche auf kurzer Distanz.
- Sich in die Seile oder Ecke drängen zu lassen.
- Nach erfolgreichen Treffern direkt nachsetzen.Stelle nach jeder Aktion möglichst deine bevorzugte Distanz wieder her.
Clinch nutzen (je nach Regelwerk)
- Wenn der Gegner nahe herankommt, kann ein kontrollierter Clinch seinen Angriff unterbrechen.
- Nutze den Clinch taktisch, um den Rhythmus des Gegners zu stören und die Distanz neu aufzubauen.
- Sich in die Seile oder Ecke drängen zu lassen.
Typische Fehler gegen kleinere Kickboxer
- Zu lange rückwärts laufen, bis man in den Seilen oder der Ecke landet.
- Führhand vernachlässigen.Sich in die Seile oder Ecke drängen zu lassen.
- Kicks ohne Deckung oder Distanzkontrolle schlagen.
- Sich auf wilde Schlagserien in der Nahdistanz einlassen.
Kurzfassung
- Reichweite nutzen
- Viel mit Jab und Teep arbeiten.
- Seitlich bewegen statt gerade zurückweichen.
- Den Gegner beim Eintreten treffen oder kontern.
- Den Gegner beim Eintreten treffen oder kontern.
- Nahdistanz möglichst vermeiden.
- Nach Treffern konsequent nachsetzen.
Der Schlüssel gegen einen kleineren Kickboxer ist meist, die Distanz zu kontrollieren und ihm nicht zu erlauben, den Kampf auf seiner bevorzugten Entfernung zu führen.
Taktik gegen einen kleinen Boxer
- Weiche nicht geradlinig zurück, sondern bewege dich bevorzugt seitlich aus der Angriffslinie.
- Setze häufig gerade Schläge und Aufwärtshaken ein.
- Achte auf eine schnelle und aktive Beinarbeit.
- Gehe bei gegnerischen Angriffen gezielt einen Schritt zurück und nutze die entstandene Distanz für Konter.
- Kontrolliere konsequent die Distanz und vergrößere sie bei Bedarf durch einen Rückwärtsschritt.
- Halte den Gegner mit kontinuierlichen Führhand- und Schlaghandaktionen unter Druck.
- Nutze erfolgreiche Treffer, um unmittelbar mit weiteren Angriffsserien nachzusetzen.
- Verhindere das Eindringen des Gegners in die Nahdistanz, notfalls auch durch geschicktes Klammern.
(Boxen für Fortgeschrittene paraphrasiert)
Im Allgemeinen hängt die Taktik nicht nur von der Körpergröße ab, sondern auch von Reichweite, Geschwindigkeit, Stil und Erfahrung. Trotzdem gibt es einige typische Prinzipien.
Gegen einen kleineren Boxer besteht die Herausforderung oft darin, seine Schnelligkeit, Beweglichkeit und seine Fähigkeit zum Infight zu kontrollieren. Wenn du größer bist und über mehr Reichweite verfügst, können folgende Grundsätze hilfreich sein: Distanz kontrollieren
Ein kleinerer Kämpfer hat oft Vorteile bei:
- Schnellen Vorwärtsbewegungen
- Körpertreffern
- Kämpfen auf kurze Distanz
- Explosiven Kombinationen
Distanz kontrollieren
- Arbeite mit langen Geraden und vermeide unnötige Schlagabtausche auf kurze Distanz.
- Bestimme das Kampftempo und die Entfernung zum Gegner.
- >Nutze deinen Jab konsequent, um den Gegner auf Distanz zu halten.
Beweglich bleiben
- Nicht geradlinig zurückweichen, sondern seitlich ausweichen und Winkel schaffen.
- Mit aktiver Beinarbeit verhindern, dass der Gegner leicht in die Nahdistanz gelangt.
Angriffe des Gegners unterbinden
- Versuche, den Gegner bereits beim Eintreten mit Geraden oder Kontern abzufangen.
- Nutze Rückwärtsschritte gezielt, um Angriffe ins Leere laufen zu lassen und sofort zu kontern.
Druck aufrechterhalten
- Halte den Gegner mit der Führhand beschäftigt.
- Setze nach erfolgreichen Treffern mit weiteren Kombinationen nach.
- Lasse dem Gegner möglichst wenig Gelegenheit, seinen Rhythmus aufzubauen.
Nahdistanz vermeiden
- Kleinere Boxer fühlen sich häufig in der kurzen Distanz wohl
- Gelingt es dem Gegner dennoch, nahe heranzukommen, kann je nach Regelwerk ein kurzes Klammern oder das schnelle Wiederherstellen der Distanz sinnvoll sein.
Typische Fehler gegen kleinere Boxer
- Zu lange an den Seilen stehen.
- Sich auf einen Infight einlassen, obwohl die eigenen Stärken in der Reichweite liegen.
- Nur einzelne Schläge werfen statt Kombinationen zu nutzen.
- Geradlinig zurückweichen und sich dadurch unter Druck setzen lassen.
Kurz gesagt: Ein größerer Boxer versucht meist, den Kampf auf seiner Reichweite zu halten, während der kleinere Boxer häufig die Distanz überwinden möchte. Wer seine bevorzugte Distanz besser kontrolliert, hat oft einen entscheidenden Vorteil.
Taktik gegen einen Gegner, der permanent die Führhand-Gerade einsetzt
- Halte eine tiefe und stabile Kampfposition.
- Bewege dich aktiv unter den geraden Schlägen des Gegners hindurch
- Nutze seitliche Ausweich- und Verteidigungsbewegungen, indem du nach rechts und links arbeitest, Schlägen ausweichst, rollst oder deine Beinarbeit gezielt einsetzt.
- Greife den Körper des Gegners mit abwechslungsreichen Körpertreffern an.
(Boxen für Fortgeschrittene paraphrasiert)
.Wenn ein Gegner im Boxen oder Kickboxen ständig die Führhandgerade (Jab) einsetzt, verfolgt er meist
das Ziel, Distanz zu kontrollieren, deinen Rhythmus zu stören und Angriffe vorzubereiten. Eine wirksame Antwort besteht darin,
ihm diese Kontrolle zu nehmen.
Grundprinzipien:
- Nicht statisch vor ihm stehen. Wer vor einem aktiven Jab stehen bleibt, wird permanent getroffen oder beschäftigt.
- Kopfbewegungen einsetzen. Durch Slips, Pendelbewegungen oder leichtes Abtauchen kann die Führhand ins Leere laufen./li>
- Winkel schaffen. Statt nur vorwärts oder rückwärts zu gehen, seitlich ausweichen und neue Angriffswinkel suchen.<>.
- Distanzwechsel nutzen. Entweder außerhalb seiner Reichweite bleiben oder konsequent in die Nahdistanz gelangen.
Im Boxen
1. Jab ausweichen und kontern
- Nach außen oder innen meiden.
- Sofort mit einer Geraden, einem Haken oder einer Kombination antworten.
- Winkel schaffen. Statt nur vorwärts oder rückwärts zu gehen, seitlich ausweichen und neue Angriffswinkel suchen.<>.
- Ziel ist es, den Gegner für jeden Jab bezahlen zu lassen.
2. Unter dem Jab arbeiten
- Knie beugen und den Oberkörper tief halten.
- Unter dem Schlag durchtauchen und gleichzeitig Distanz verkürzen.
- Anschließend Körpertreffer oder kurze Kombinationen schlagen.
3. Den Jab parieren
- Mit der eigenen Führhand den Jab leicht nach außen oder innen lenken.
- Direkt kontern, bevor der Gegner die Hand zurückziehen kann.
4. Den Körper angreifen
- Viele Jab-orientierte Boxer schützen primär Kopf und Distanz.
- Körpertreffer können ihre Beinarbeit und Schlagfrequenz reduzieren.
Im Kickboxen
Zusätzlich zu den Boxtechniken stehen weitere Optionen zur Verfügung:
1. Low Kicks gegen die Führseite
- Das vordere Bein des Gegners angreifen.
- Dadurch wird seine Mobilität und sein Distanzmanagement erschwert.
2. Kicks auf den Körper
- Nach einem ausgewichenen Jab den Körper mit Roundhouse-Kicks oder Frontkicks angreifen.
- Besonders effektiv gegen Gegner, die viel Gewicht auf dem Vorderbein haben.
3. Teeps (Frontkicks) einsetzen
- Den Gegner auf Distanz halten oder seinen Vorwärtsdruck stoppen.
- Ein guter Teep kann einen aktiven Jab neutralisieren.
4. Kombinationen mit Winkeln
- Nicht nur mit den Händen antworten.
- Nach dem Ausweichen beispielsweise: Gerade – Haken – Low Kick oder Jab – Cross – Low Kick.
Häufige Fehler
- Nur rückwärts laufen.
- Nach dem Ausweichen beispielsweise: Gerade – Haken – Low Kick oder Jab – Cross – Low Kick.
- Den Jab ausschließlich blocken und nie kontern.
- Den Kopf beim Vorwärtsgehen auf einer Linie halten.
- Ohne Winkel in die Reichweite des Gegners eintreten.
Zusammenfassung
Gegen einen Gegner mit ständigem Jab sind drei Dinge besonders wichtig:
- Kopf bewegen und den Jab ins Leere laufen lassen.
- Seitliche Winkel statt geradliniger Bewegungen nutzen.
- Sofort kontern – zum Kopf, zum Körper oder im Kickboxen zusätzlich auf die Beine.
Der Schlüssel liegt darin, dem Gegner die Kontrolle über Distanz und Rhythmus zu nehmen, die er durch seine permanente Führhandgerade aufbauen möchte.
Taktik gegen einen Rechtsausleger im Boxen und Kickboxen
Taktik im Boxen gegen Rechtsausleger
Taktik im Kickboxen gegen Rechtsausleger
- Nutze die Führhand gezielt, um die Angriffe des Rechtsauslegers zu unterbrechen, und achte besonders auf die Deckung deiner rechten Körperseite.
- Setze die Schlaghand regelmäßig ein – sowohl als Gegenstoß zum Kopf als auch zum Körper.
- Besonders effektiv sind gerade Schläge und Haken zum Körper mit der Schlaghand sowie Führhandschläge zum Kopf. Variiere je nach Kampfsituation zwischen Einzel-, Doppel- und Dreierkombinationen.
- Positioniere dein Führbein leicht außen, damit du besser vor der Schlaghand des Gegners geschützt bist.
- Bleibe ständig in Bewegung und arbeite dich bevorzugt nach links, um dem Gegner möglichst wenig Trefferfläche zu bieten.
(Boxen für Fortgeschrittene paraphrasiert)
.Rechtsausleger (Southpaw)
Grundlagen: Was ist ein Rechtsausleger (Southpaw)?
- rechter Fuß vorne
- rechte Hand vorne (Führhand/Jab)
- linker Fuß hinten
- linke Hand hinten (starke Schlaghand)
Linksausleger / Orthodoxe Stellung
- linker Fuß vorne
- linke Hand vorne (Jab)
- rechter Fuß hinten
- rechte Hand hinten (Schlaghand)
Wie man sich korrekt gegen einen Rechtsausleger verhält
Aus Sicht eines **Linksauslegers (orthodoxe Stellung)** gegen einen **Rechtsausleger (Southpaw)** gilt grundsätzlich:
- Der Linksausleger sollte sich bevorzugt **nach links bewegen**.
- Dadurch bewegt er sich weg von der starken linken Schlaghand des Rechtsauslegers.
- Gleichzeitig positioniert er sich außen an dessen Führfuß.
Das ist extrem wichtig, weil:
- du dadurch außerhalb seiner linken Geraden kommst,
- deine eigene rechte Gerade freie Linie bekommt,
- und du bessere Winkel für Konter erhältst.
Wenn der Linksausleger dagegen nach rechts läuft:
- bewegt er sich direkt in die linke Gerade des Rechtsauslegers,
- öffnet die Linie für dessen linke Schlaghand,
- und läuft zusätzlich in starke Kicks der hinteren Seite hinein.
Die korrekte taktische Idee lautet also:
- Außenwinkel zur eigenen linken Seite erarbeiten,
- weg von der starken linken Hand des Southpaws,
- und die eigene rechte Gerade über den Außenwinkel einsetzen.
Wenn ein Linksausleger (orthodoxe Stellung: linker Fuß vorne, rechte Schlaghand hinten) gegen einen
Rechtsausleger (Southpaw: rechter Fuß vorne, linke Schlaghand hinten) kämpft, entsteht eine sogenannte offene Auslage.
Diese Kampfsituation unterscheidet sich deutlich von Kämpfen gegen Gegner derselben Auslage und erfordert eine angepasste Taktik.
Entscheidend sind:
- Winkelarbeit
- Fußposition
- Distanzkontrolle
- Timing
- und das Neutralisieren der starken linken Schlaghand des Rechtsauslegers.
Die stärkste Waffe des Rechtsauslergers ist meistens:
- die linke Gerade,
- linker Haken,
- linke Kickseite im Kickboxen
Darum musst du:
- außerhalb seiner starken Linie stehen,
- seine linke Hand neutralisieren,
- selbst bessere Schlagwinkel schaffen.
1. Die richtige Positionierung der Fussstelung gegen Rechtsausleger
Führfuß außen positionieren
Einer der wichtigsten Punkte gegen Rechtsausleger: Dein vorderer Fuß sollte möglichst außerhalb seines Vorderfußes stehen.
Warum die Fußposition so wichtig ist:
Beiorthodox vs. Rechtsausleger kämpfen beide um die Außenseite der Führfüße. Der eigene linke Führfuss sollte möglichst
ausserhalb seines rechten Führfusses des Rechtsauslegers positioniert werden.
Wenn du als Linksausleger aussen stehst, hast du dadurch:
- meist den besseren Angriffswinkel,
- bekommst du bessere Winkel für Geraden,
- die eigene rechte Gerade bekommt eine freie Linie und kann besser eingesetzt werden,
- Seine linke Gerade verliert den direkten Winkel
- seine linke Gerade wird erschwert,
- und reduziert die Gefahr, der starke linke Gerade des Gegners,
- du kannst leichter an seiner Außenseite arbeiten,
- du kontrollierst die Kampflinie.
- Du kommst selbst besser in Position für Konter.
Im Kickboxen verhindert diese Position zusätzlich:
- direkte Lowkicks,
- einfache Frontkicks zur Körpermitte,
- dominante Mittellinienkontrolle.
Wer aussen steht, kontrolliert häufig die Kampflinie und hat bessere Möglichkeiten für Angriffe und Konter.
2. Die richtige Beinarbeit gegen Rechtsausleger
Die Beinarbeit ist der wichtigste Punkt.
Nach außen bewegen
Als Gegner eines Rechtsauslegers solltest du dich bevorzugt nach links um seine rechte Führhand bewegen (aus deiner Perspektive), also
weg von seiner linken Schlaghand.
Warum?
- Man bewegt sich dadurch weg von seiner starken linken Schlaghand.
- Gleichzeitig verbessert man die eigene Position für Konter mit der rechten Geraden.
- du kannst leichter an seiner Außenseite arbeiten,
- Ausserdem verhindert man, direkt in seine Angriffslinie zu laufen. Du kontrollierst die Kampflinie.
Im Kickboxen verhindert diese Position zusätzlich:
- direkte Lowkicks,
- einfache Frontkicks zur Körpermitte,
- dominante Mittellinienkontrolle durch den Rechtsausleger.
Wer nach rechts läuft:
- bewegt sich häufig direkt in die linke Gerade des Rechtsauslegers,
- öffnet die eigene Deckung,
- öffnest deine rechte Körperseite,
- und gibt dem Gegner bessere Angriffswinkel für Kicks und Schläge.
Deshalb sind gegen Rechtsausleger besonders wichtig:
- diagonale Bewegungen nach links,
- Winkelarbeit,
- Außenseitenkontrolle,
- und ständige Neupositionierung.
Fehlerhaft wäre:
- frontal stehen zu bleiben,
- oder nur gerade rückwärts zu gehen.
3. Taktik im Boxen gegen Rechtsausleger
A) Führhand aktiv einsetzen
Die Führhand ist extrem wichtig. Nutze sie:
- als Distanzmesser,
- zum Stören seines Rhythmus,
- um seine Sicht einzuschränken,
- um seine Angriffe zu unterbrechen.
- um seine Angriffe zu unterbrechen.
Ein guter Jab gegen Rechtsausleger:
- verhindert seinen Aufbau,
- nimmt ihm Sicherheit,
- zwingt ihn in die Defensive.
B) Die rechte Gerade
Die rechte Gerade durch die Mitte ist oft die wichtigste Waffe gegen Rechtsausleger.
Warum?
Weil die offenen Stellungen beider Kämpfer direkte Linien erzeugen.
wichtig:
- zuerst Winkel schaffen,
- dann explosiv durch die Mitte schlagen,
- sofort wieder herausbewegen.
C) Linker Haken nach der Geraden
Viele Rechtsausleger konzentrieren ihre Deckung nach einer Geraden auf die Mitte.
Dadurch öffnen sich:
- Schläfe,
- Kiefer,
- und seitliche Deckungsbereiche.
Deshalb funktioniert die Kombination: rechte Gerade → linker Haken, besonders gut.
D) Körpertreffer
Viele Rechtsausleger decken den Kopf gut, öffnen aber beim Angriff den Körper.
Besonders wirksam:
- nach der rechten Gerade zum Kopf, linker Haken zum Körper,
- Gerade zum Solarplexus,
- Doppelschläge Körper → Kopf.
Effektive Ziele:
- Rippen
- Solarplexus
- offener Körperseite
- Leberbereich
Körpertreffer:
- bremsen die Bewegung,
- reduzieren die Explosivität,
- Leberbereich
- senken die Deckung,
- und öffnen später den Kopf.
Defensive Prinzipien gegen Rechtsausleger
A) Die linke Gerade neutralisieren
Die linke Gerade des Rechtsauslegers ist seine gefährlichste Waffe.
Deshalb:
- nach links laufen, um die Führhand des Rechtsauslgers
- rechte Hand hoch halten,
- Kinn tief,
- Kopf leicht außerhalb der Mitte bewegen,
- und Winkelarbeit nutzen.
B) Nicht auf gerader Linie zurückgehen
Nur rückwärts zu laufen ist gefährlich.
Besser:
- diagonal nach links herausgehen,
- seitlich ausweichen,
- Winkel verändern.
C) Nach Angriffen nicht stehen bleiben
Nach jeder Kombination sollte man:
- sofort herausdrehen,
- die Position neu aufbauen,
- und die Außenseite kontrollieren.
D) Kontern statt blind angreifen
Rechtsausleger leben oft von:
- Timing,
- Gegenangriffen,
- geraden Schlägen.
- Darum:
- nicht hektisch vorlaufen,
- keine wilden Kombinationen werfen,
- sauber decken,
- Angriffe provozieren,
- danach kontern.
4. Taktik im Kickboxen gegen Rechtsausleger
Im Kickboxen kommen zusätzliche Gefahren hinzu:
- Lowkicks,
- Middlekicks,
- Highkicks,
- Knieangriffe.
Deshalb ist die Distanzkontrolle noch wichtiger.
A) Lowkicks gegen das Führbein
Das vordere Bein des Rechtsauslegers ist oft offen.
Effektiv:
- Außenlowkick,
- Inside-Lowkick,
- Kick nach Boxkombinationen.
Das verlangsamt:
- seine Beinarbeit,
- sein Gleichgewicht,
- seine Schlagkraft.
B) Frontkicks, Sidekicks und Pushkicks
Frontkicks und Sidekicks mit dem linken Fuss sind ideal gegen aggressive Rechtsausleger.
Sie:
- stoppen Vorwärtsdruck,
- zerstören Rhythmus,
- halten Distanz,
- nehmen Tempo aus Angriffen.
Ziele:
- Bauch
- Brust
- Leber
C) Kombinationen aus Boxen und Kicks
Nur boxen reicht im Kickboxen nicht.
Gute Kombinationen:
- Jab → Gerade → Lowkick
- Haken → Lowkick
- Gerade → linker Körperkick
- Doppeljab → Middlekick
Wichtig:
Nie nach Kombinationen stehen bleiben.
Immer:
- Winkel wechseln,
- herausdrehen,
- neu positionieren.
5. Defensive Prinzipien
Rechte Seite schützen
Die linke Gerade des Rechtsauslegers ist gefährlich.
Darum:
- rnach links laufen, um die Führhand des Reschtsauslegers,
- rechte Hand hoch,
- Schulter aktiv nutzen,
- Kinn tief,
- Ellbogen eng.
- Nicht auf gerader Linie zurückgehen
- Viele werden getroffen, weil sie nur rückwärts laufen.
Besser:
- diagonal herausgehen,
- seitlich ausweichen,
- Winkel verändern,
- Rhythmus brechen,
Lass ihn nie bequem arbeiten.
Nutze:
- Finten,
- Tempowechsel,
- kurze explosive Aktionen,
- Positionswechsel.
6. Typische Fehler gegen Rechtsausleger
Fehler 1: In die starke Hand laufen
Wer nach rechts läuft, öffnet sich massiv.
Fehler 2: Zu statisch stehen
Stillstehen gegen Rechtsausleger ist gefährlich.
Fehler 3: Nur Kopfjagd
Körpertreffer sind oft der Schlüssel.
Fehler 4: Zu wilde Kombinationen
Das öffnet Kontermöglichkeiten.
7. Mentale und taktische Kontrolle
Gegen Rechtsausleger gewinnt oft der ruhigere Kämpfer.
Wichtig:
- Geduld,
- saubere Technik,
- gute Winkel,
- kontrollierte Aggression.
Nicht jeder Angriff muss hart sein.
Oft reicht:
- stören,
- bewegen,
- Druck aufbauen,
- Fehler provozieren.
Zusammenfassung
Die wichtigsten Prinzipien gegen Rechtsausleger:
- Außen positionieren
- Nach links laufen,
- Führfuß außen halten
- Rechte Gerade effektiv und öfter nutzen als gegen Linksausleger
- Körperangriffe einbauen
- Nicht auf gerader Linie stehen bleiben
- Winkel statt reiner Schlagkraft nutzen
- Im Kickboxen Kicks mit Boxen kombinieren
- Nach Aktionen sofort herausbewegen
Taktik gegen einen Konterkickboxer und -boxer
- Nutze Täuschungsmanöver, um deinen Gegner zum Angriff zu verleiten, und kontere ihn im richtigen Moment.
- * Reagiere nach jeder erfolgreichen Verteidigung sofort mit einem Gegenangriff, damit dein Gegner seine Konterstrategie nicht ausspielen kann.
- Boxe und Kicke aktiv und offensiv. Setze deinen Gegner kontinuierlich unter Druck, sodass er nur wenige Gelegenheiten für wirkungsvolle Konter erhält.
- Plane jede eigene Angriffsaktion so, dass du jederzeit mit einem möglichen Konter rechnest und entsprechend vorbereitet bist.
(Boxen für Fortgeschrittene paraphrasiert)
Ein Konterboxer oder Konterkickboxer lebt davon, dass der Gegner unüberlegt angreift. Sein Ziel ist es, Fehler zu provozieren und diese mit präzisen Kontern auszunutzen. Deshalb besteht die beste Strategie nicht darin, blind Druck zu machen, sondern kontrollierten Druck mit guter Vorbereitung aufzubauen.
Zusammenfassung
Ein Konterkämpfer gewinnt vor allem durch Timing, Präzision und das Ausnutzen von Fehlern**. Um ihm diese Stärken zu nehmen, solltest du:
- unberechenbar** kämpfen, indem du Finten, Tempowechsel und unterschiedliche Angriffswinkel nutzt,
- Die Distanz kontrollieren**, statt sie dem Gegner zu überlassen,
- Kombinationen** statt einzelner Techniken einsetzen,
- jede eigene Aktion defensiv absichern**, indem du Kopfbewegung, Deckung und Winkelwechsel kombinierst,
- kontrollierten Druck** ausüben, ohne überhastet anzugreifen,
- und **geduldig bleiben**, bis sich eine klare Gelegenheit bietet.
Ein erfahrener Konterkämpfer möchte, dass du emotional wirst und unüberlegt angreifst. Je ruhiger, variabler und taktisch disziplinierter du kämpfst, desto schwieriger wird es für ihn, seinen Stil erfolgreich umzusetzen.
Taktik Gegen einen Konterboxer (Boxen)
- Mit Finten arbeiten:** Nutze Schulter-, Kopf- und Schlagfinten, um Reaktionen zu erzwingen. Greife erst an, wenn der Gegner seine Deckung oder Position verändert.
- Nicht den ersten Treffer erzwingen:** Vermeide hektische Einzelangriffe. Arbeite stattdessen mit Kombinationen und einem sauberen Abschluss.
- Nach dem Schlag den Kopf bewegen:** Bleibe nach jeder Aktion nicht auf der Mittellinie stehen. Nutze Slip, Duck oder einen Ausfallschritt.
- Den Ring kontrollieren:** Dränge den Konterboxer in Richtung Seile oder Ecke, wo seine Bewegungsfreiheit eingeschränkt ist.
- Mit dem Jab arbeiten:** Ein variabler Jab dient dazu, Distanz zu kontrollieren, Informationen zu sammeln und Angriffe vorzubereiten.
- Schlagrhythmus variieren:** Unterschiedliches Tempo und unregelmäßige Kombinationen erschweren das Timing des Konterboxers.
- Geduldig bleiben:** Lass dich nicht dazu verleiten, ständig anzugreifen. Oft entstehen die besten Treffer, wenn du den Gegner selbst aktiv werden lässt.
Gegen einen Konterkickboxer (Kickboxen)
Zusätzlich zu den Boxtechniken musst du Kicks und Knie berücksichtigen.
- Distanz kontrollieren:** Bleibe entweder außerhalb seiner Kickreichweite oder gehe entschlossen in die Boxdistanz. Vermeide den Bereich, in dem seine Konterkicks am effektivsten sind.
- Finten mit Händen und Beinen kombinieren:** Täusche Schläge oder Lowkicks an, um Reaktionen hervorzurufen.
- Kicks nicht unvorbereitet werfen:** Ein vorhersehbarer Kick wird leicht gekontert. Bereite ihn mit den Händen oder Finten vor.
- Nach jedem Kick sauber zurückziehen oder den Winkel wechseln:** Bleibe nach einem Kick nicht stehen, da viele Konterkickboxer genau darauf warten.
- Beinchecks und Defensivarbeit trainieren:** Gute Lowkick-Abwehr nimmt dem Gegner wichtige Kontermöglichkeiten.
- Kombinationen abschließen: Beispielsweise Hände → Lowkick oder Lowkick → Hände, statt nur einzelne Techniken einzusetzen.
- Winkel nutzen:** Angriffe aus leicht versetzten Positionen erschweren Konter mit Geraden oder Kicks.
Grundprinzipien gegen jeden Konterkämpfer
- Kämpfe kontrolliert statt überhastet.
- Nutze Finten, um Reaktionen zu provozieren.
- Variiere Rhythmus, Distanz und Angriffswinkel.
- Greife bevorzugt mit Kombinationen statt einzelnen Techniken an.
- Verlasse nach jedem Angriff die Mittellinie oder ändere den Winkel.
- Rechne jederzeit mit einem Konter und halte deine Deckung auch nach eigenen Treffern aufrecht.
- Bleibe geduldig und zwinge den Gegner dazu, seinen gewohnten Rhythmus zu verlassen.
Ein guter Merksatz lautet:
Ein Konterkämpfer gewinnt durch deine Fehler. Je weniger vorhersehbar und kontrollierter du kämpfst, desto weniger
Gelegenheiten gibst du ihm zum Kontern.
Grundsatz
Der wichtigste Grundsatz ist, dass ein Konterkämpfer selten durch seine eigene Offensive gewinnt, sondern dadurch, dass er deine Angriffe liest, dein Timing erkennt und deine Fehler ausnutzt. Deshalb ist das Ziel nicht, möglichst viele Angriffe zu starten, sondern den Gegner aus seinem bevorzugten Kampfstil herauszuholen.
1. Verstehe, wie ein Konterkämpfer denkt
Ein Konterboxer oder Konterkickboxer beobachtet ständig:
- Wann greifst du an?
- Mit welcher Technik eröffnest du meistens?
- Wie weit stehst du entfernt?
- Bleibt dein Kopf nach dem Schlag auf der Mittellinie?
- Lässt du nach Kombinationen die Hände fallen?
- Ziehst du dich immer auf die gleiche Weise zurück?
Sobald er Muster erkennt, wartet er nur noch auf den passenden Moment zum Konter.
Deshalb gilt:
Je schwerer du zu lesen bist, desto schlechter funktioniert sein Stil.
2. Distanz kontrollieren
Die Distanz entscheidet oft darüber, wer den Kampf kontrolliert.
Zu weit entfernt
Der Konterkämpfer kann deine Angriffe früh erkennen.
Er sieht beispielsweise den Jab kommen und kann:
- zurückweichen
- einen Cross kontern
- einen Lowkick setzen
- einen Frontkick einsetzen (Kickboxen)
Zu nah:
Stehst du zu dicht, kann er kurze Konter schlagen oder im Kickboxen Knie einsetzen.
Die ideale Distanz:
Du bewegst dich ständig knapp außerhalb seiner Reichweite und trittst erst im richtigen Moment explosiv ein.
Dadurch muss der Gegner ständig neu reagieren.
3. Mit Finten arbeiten
Finten sind wahrscheinlich die wichtigste Waffe gegen Konterkämpfer.
Eine Finte zwingt den Gegner dazu, eine Entscheidung zu treffen.
Beispiele:
- Schulter antäuschen
- kleinen Schritt nach vorne machen
- Jab nur halb schlagen
- Lowkick antäuschen
- Blick zum Körper richten
Wenn der Gegner reagiert,
- hebt er die Deckung,
- weicht zurück,
- schlägt einen Konter ins Leere,
Ein guter Konterkämpfer möchte den **echten Angriff** lesen.
Finten verhindern genau das.
4. Angriffswinkel verändern
Viele Anfänger greifen immer gerade an.
Ein Konterkämpfer liebt das.
Besser:
- Nach dem Jab leicht nach links oder rechts treten.
- Nach einer Kombination nicht rückwärts gehen.
Lieber:
- seitlich herausdrehen
- Winkel wechseln
- erneut angreifen
Dadurch verliert der Gegner seine ideale Linie.
5. Nicht einzelne Schläge schlagen
Einzelne Schläge sind leicht zu kontern.
Beispiel:
Jab.
Der Gegner kennt bereits den nächsten Moment.
Stattdessen:
- Jab → Cross
- Jab → linker Haken
- Jab → Winkelwechsel
Nun muss der Gegner mehrere Entscheidungen treffen.
Das erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass seine Reaktion zu spät kommt.
6. Rhythmus verändern
Viele Kämpfer boxen im gleichen Takt.
Zum Beispiel:
- Schritt
- Schritt
- Jab
- Schritt
- Cross
Ein Konterboxer merkt sich diesen Rhythmus.
Deshalb solltest du variieren.
Zum Beispiel:
- langsam
- langsam
- explosiv
- Pause
- Jab
- Pause
- Doppelschlag
Dadurch wird das Timing deutlich schwieriger.
7. Druck machen – aber intelligent
Viele glauben:
"Gegen Konterkämpfer muss ich einfach permanent Druck machen."
Das stimmt nur teilweise.
Schlechter Druck:
- wild schlagen
- vorstürmen
- Deckung öffnen
- kontrolllos angreifen
Das liebt der Konterboxer.
Guter Druck bedeutet:
- Ring abschneiden<(=Weg abschneiden)/li>
- Fluchtwege schließen
- den Gegner rückwärts arbeiten lassen
- ihn zu Fehlern zwingen
Du musst ihn nicht permanent schlagen.
Du musst ihm das Gefühl geben, dass er keinen Raum mehr hat.
8. Nach jedem Angriff sofort bereit sein
Ein Konterkämpfer kontert meistens unmittelbar nach deiner Aktion.
Deshalb:
Nach jeder Kombination:
- Hände wieder hoch
- Kopf bewegen
- Winkel wechseln
- Distanz verändern
Viele Treffer entstehen genau deshalb, weil der Angreifer nach seiner eigenen Kombination "stehen bleibt".
9. Gegen einen Konterkickboxer
Im Kickboxen kommen weitere Waffen hinzu.
Deshalb gelten zusätzliche Regeln.
Kicks vorbereiten
Ein einzelner Lowkick wird häufig abgefangen oder gekontert.
Besser:
- Jab
- Cross
- Lowkick
oder
- Jab
- Lowkick
- Cross
Dadurch werden zuerst die Hände des Gegners beschäftigt.
Nach Kicks nie stehen bleiben
Nach Kicks nie stehen bleiben
Nach einem Roundhouse-Kick:
entweder
- Bein sofort zurückziehen
oder
- nachsetzen
oder
- Winkel wechseln
Viele Konterkickboxer warten genau auf den Moment, wenn dein Bein noch in der Luft ist.
Schienbeinblocks provozieren
Wenn der Gegner ständig Lowkicks checkt,
kannst du diese Reaktion nutzen.
Zum Beispiel:
- Lowkick antäuschen
- Gegner hebt das Bein für einen Schienbeinblock
- Sofort Boxkombination
- Er steht nun nur noch auf einem Bein.
Frontkick kontrollieren
Viele Konterkickboxer arbeiten mit Frontkicks.
Deshalb:
Nicht gerade hineinlaufen.
Lieber:
- leicht seitlich eintreten
- den Kick ablenken
- sofort Distanz verkürzen
10. Den Gegner zum Angreifen zwingen
Das heisst, den Gegner ziehen. Das klingt zunächst ungewöhnlich.
Aber manchmal ist es besser, den Konterkämpfer selbst zum Angreifer zu machen.
Beispiele:
- Distanz leicht verkürzen
- kurze Finte
- wieder herausgehen
Der Gegner denkt: "Jetzt greife ich an."
Genau darauf kannst du vorbereitet sein.
Der Konterkämpfer wird plötzlich selbst zum Angreifer – und verlässt seine Komfortzone.
11. Typische Fehler gegen Konterkämpfer
- Immer mit der gleichen Kombination eröffnen.
- Zu viele Einzeltechniken einsetzen.
- Nach Treffern die Deckung senken.
- Nach Angriffen auf der Mittellinie stehen bleiben.
- Immer im gleichen Rhythmus boxen.
- Zu weit in den Gegner hineinlaufen.
- Nach Kicks nicht sauber in die Ausgangsposition zurückkehren.
- Sich von Frustration zu unüberlegten Angriffen verleiten lassen.